Eine Bruststraffung soll nicht nur am Tag der Verbandsabnahme überzeugen, sondern auch Jahre später. Genau hier liegt die Schwäche vieler klassischer Techniken: Sie straffen vor allem die Haut – und Haut ist das Gewebe, das der Schwerkraft am wenigsten entgegenzusetzen hat. Wird die neu geformte Brust allein von der Hauthülle gehalten, kann sie mit der Zeit wieder absinken.
Der „innere BH“ setzt an diesem Punkt an. Statt das Gewicht der Brust der Haut zu überlassen, wird die Brust von innen gestützt und an stabileren Strukturen verankert. In meiner Praxis in Augsburg habe ich dieses Prinzip in den letzten Jahren weiterentwickelt: vom doppelten inneren BH hin zu einer dreifachen inneren Fixierung.
In diesem Beitrag erkläre ich, was ein innerer BH eigentlich ist, wie die drei Verankerungen zusammenspielen, für wen die Methode geeignet ist – und was Du realistisch von ihr erwarten kannst.
Der Begriff „innerer BH“ beschreibt kein Implantat und kein Fremdmaterial, sondern eine Operationstechnik. Dabei wird körpereigenes Gewebe so umgelagert und vernäht, dass es die Brust von innen trägt – ähnlich wie ein BH sie von außen stützt, nur dauerhaft und unsichtbar.
Der Grundgedanke: Bei einer herkömmlichen Bruststraffung wird überschüssige Haut entfernt und die verbleibende Haut unter Spannung verschlossen. Das Ergebnis sieht zunächst gut aus, doch die Haut muss von nun an das gesamte Gewicht der Brust halten. Sie dehnt sich mit der Zeit wieder, und die Narben stehen von Anfang an unter Zug.
Beim inneren BH übernimmt stattdessen eine innere Gewebeschicht den Halt. Die Haut kann spannungsfrei verschlossen werden, was sich in der Regel günstig auf die Narbenqualität auswirkt, und die Form der Brust wird nicht mehr allein von der Hautelastizität bestimmt.
Seit vielen Jahren arbeite ich bei jeder Bruststraffung mit dem doppelten inneren BH: einer oberflächlichen und einer tiefen Stützschicht. Die Erfahrung mit vielen hundert Bruststraffungen hat gezeigt, an welchen Stellen die Brust im Laufe der Jahre am ehesten nachgibt – am unteren Brustpol und im Übergang zur Brustwand. Genau dort habe ich die Technik um zwei zusätzliche Verankerungspunkte im Brustmuskel erweitert.
Das Ergebnis ist ein dreifacher innerer BH mit drei voneinander unabhängigen Haltestrukturen. Die folgende Abbildung zeigt schematisch, wie die drei Elemente angeordnet sind:

Links die Ausgangssituation vor der Straffung mit den markierten Gewebeanteilen, rechts die fertige innere Fixierung: (1) Hautdoppelung, (2) Gewebeverlagerung im oberen Brustbereich, (3) Gewebeverlagerung im unteren Übergang zur Brustwand.
Bei einer klassischen Straffung wird die überschüssige Haut am unteren Brustpol herausgeschnitten und verworfen. Beim inneren BH wird sie stattdessen genutzt: Nur die oberste Hautschicht wird abgetragen, die darunterliegende feste Lederhaut (Dermis) bleibt erhalten. Diese Gewebeschicht wird nach innen eingeschlagen und doppelt vernäht.
So entsteht unter der Brust eine körpereigene, sehr reißfeste Stützschicht, die den unteren Brustpol wie eine Hängematte trägt. Das ist die Grundlage jedes inneren BHs – und der Grund, warum die äußere Naht nicht mehr das Gewicht der Brust halten muss.
Die zweite Verankerung setzt dort an, wo nach einer Straffung häufig Fülle fehlt: im oberen Brustbereich, dem Dekolleté. Ein Anteil des Brustdrüsengewebes wird gelöst und wie ein Haken in die Tiefe verlagert. Dafür wird die Muskelhülle (Faszie) des großen Brustmuskels gezielt eröffnet, das Gewebe dort eingehängt und mit Nähten fixiert.
Der Brustmuskel ist – anders als die Haut – eine Struktur, die sich mit den Jahren nicht wesentlich dehnt. Das verlagerte Gewebe bleibt also in seiner Position und sorgt gleichzeitig für mehr Volumen im oberen Bereich der Brust, ganz ohne Implantat. Dieses Prinzip kennst Du vielleicht bereits aus meinem Beitrag zur Bruststraffung mit Autoaugmentation.
Die dritte Verankerung ist die eigentliche Erweiterung meiner Technik. Am Übergang des unteren Brustpols in die Brustwand – also in der Region der Unterbrustfalte – wird das gleiche Prinzip noch einmal angewendet: Ein Gewebeanteil wird hakenförmig in eine Öffnung der Brustmuskelfaszie verlagert und dort vernäht.
Diese Stelle ist entscheidend, weil sich hier nach einer Straffung am häufigsten das sogenannte „Bottoming-out“ zeigt – das Absinken der Brust unter die Unterbrustfalte, während die Brustwarze zu hoch stehen bleibt. Die dritte Verankerung definiert die Unterbrustfalte von innen und stabilisiert genau den Bereich, der dem Zug der Schwerkraft am stärksten ausgesetzt ist.
Die Kombination der drei Haltestrukturen bringt gegenüber einer reinen Hautstraffung mehrere Vorteile:
Wichtig ist mir dabei Ehrlichkeit: Auch der beste innere BH hebt die Schwerkraft nicht auf. Alterung, Gewichtsschwankungen und Schwangerschaften verändern die Brust weiterhin. Was sich aber verändert, ist die Ausgangsbasis – eine Brust, die von innen getragen wird, hat deutlich bessere Voraussetzungen, ihre Form über Jahre zu halten.
Die Technik eignet sich grundsätzlich für alle Frauen, bei denen eine Bruststraffung sinnvoll ist – also bei erschlafftem Brustgewebe nach Schwangerschaften und Stillzeit, nach einer größeren Gewichtsabnahme oder durch die natürliche Alterung. Besonders profitieren erfahrungsgemäß:
Ist zu wenig Eigengewebe vorhanden, lässt sich der innere BH mit einer Brustvergrößerung mit Implantat oder mit Eigenfett kombinieren. Auch bei einer Brustverkleinerung nutze ich dieselbe innere Fixierung. Welche Variante für Dich passt, klären wir im persönlichen Beratungsgespräch – gern mit einer 3D-Simulation, die das mögliche Ergebnis vorab veranschaulicht.
Die Bruststraffung mit dreifachem innerem BH führe ich in Vollnarkose durch, in der Regel ambulant. Je nach Ausgangsbefund dauert der Eingriff etwa zwei bis drei Stunden. Der Ablauf im Überblick:
Die zusätzlichen Verankerungen verlängern die Operationszeit etwas. Dieser Mehraufwand ist aus meiner Sicht gut investiert, weil er über die Langlebigkeit des Ergebnisses entscheidet.
Die Erholung unterscheidet sich kaum von einer klassischen Bruststraffung. Die meisten Patientinnen berichten in den ersten Tagen von einem Spannungsgefühl, das sich mit Schmerzmitteln gut kontrollieren lässt. Duschen ist ab dem dritten Tag möglich, leichte Alltagstätigkeiten sind meist nach einer Woche wieder machbar.
Für sechs Wochen trägst Du Tag und Nacht einen Kompressions-BH, der die inneren Nähte während der Einheilung entlastet. Sport und schweres Heben solltest Du in dieser Zeit vermeiden. Die inneren Verankerungen brauchen einige Wochen, um vollständig einzuheilen und zu vernarben – erst dann übernehmen sie ihre volle Haltefunktion. Das endgültige Ergebnis zeigt sich, wenn die Schwellung abgeklungen ist und sich das Gewebe gesetzt hat, meist nach drei bis sechs Monaten.
Regelmäßige Nachsorgetermine in Augsburg oder Königsbrunn gehören selbstverständlich dazu. Mehr zur allgemeinen Nachsorge findest Du im Beitrag Nachsorge in der Plastischen Chirurgie.
Die Kosten hängen von der Schnittführung, dem Aufwand und möglichen Kombinationseingriffen ab. Eine Bruststraffung mit T-Schnitt und innerem BH beginnt in meiner Praxis bei etwa 6.000 Euro; in Kombination mit Eigenfett oder Implantaten liegen die Kosten entsprechend höher. Einen verbindlichen Kostenplan erhältst Du nach der persönlichen Untersuchung. Alle aktuellen Angaben findest Du auf unserer Seite zur Bruststraffung in Augsburg.

Die Bruststraffung gehört zu den Eingriffen, die ich am häufigsten durchführe. Der dreifache innere BH ist das Ergebnis dieser Erfahrung: eine Technik, die die Brust nicht nur strafft, sondern von innen trägt. Jede Operation plane ich individuell – nach Deiner Anatomie, Deinem Gewebe und Deinen Wünschen.
Wenn Du wissen möchtest, ob die Methode für Dich geeignet ist, lade ich Dich herzlich zu einem Beratungsgespräch in meine Praxis in Augsburg oder Königsbrunn ein.
Der innere BH verlagert den Halt der Brust von der Haut auf stabile innere Strukturen – und macht damit den entscheidenden Unterschied für die Langlebigkeit einer Bruststraffung. Mit der Hautdoppelung im unteren Pol und zwei zusätzlichen Gewebeverlagerungen in den Brustmuskel entsteht ein dreifacher innerer BH, der die Brust dort stützt, wo sie am ehesten nachgibt. Ganz ohne Fremdmaterial, mit spannungsfreien Narben und mehr Fülle im Dekolleté.
Ihr Dr. Philip Metz
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie